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Employer Branding im Mittelstand

Veröffentlicht am 2017.04.20 #Employer Branding, #Mittelstand

„So machet mir des scho‘ seit Jahrzente. Mir hen nur net gwusst, wie’s heißt!“
– Ein sehr sympathisches Zitat eines schwäbischen Mittelständlers als Reaktion auf einen Vortrag bei einem Employer Branding Seminar.

Allerdings bleibt hier leider anzumerken, dass der sympathische Schwabe mit dieser Aussage noch relativ einsam ist.
Der deutsche Mittelstand – „Motor unserer Volkswirtschaft“ (-Edmund Stoiber) – steht heute vor großen Herausforderungen im Personalmanagement, die unter anderem auch auf den demografischen Wandel zurückzuführen sind.

Die sogenannte „Generation Y“ (Jahrgänge 1980-1995) drängt auf den Arbeitsmarkt, und mit ihr auch die Ansprüche, die an den Arbeitgeber gestellt werden.  „Gerade vor dem Hintergrund des Fach- und Führungskräftemangels sei deshalb Employer Branding ein bedeutendes Thema für den Mittelstand.“ (-Maria Ohoven, Präsidentin des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft)
Besonders für den Mittelstand ist es von existentieller Bedeutung sich beim Kampf um gut ausgebildete High-Potentials gegenüber Großkonzernen, direkten Mitbewerbern oder auch attraktiveren Standorten zu behaupten und ein positives Marken-Image aufzubauen, um den Anschluss nicht zu verlieren und neue Mitarbeiter rekrutieren und langfristig binden zu können.

Aber nochmal zurück zu unserem schwäbischen Mittelständler und der Frage „Was ist eigentlich Employer Branding?“
Employer Branding ist das aktive oder passive Gestalten der Marke oder des Images eines Arbeitgebers sowohl nach innen als auch nach außen. Der Knackpunkt hierbei ist: Employer Branding findet und fand immer statt. Jeder Mitarbeiter spricht mit Kollegen, Freunden, Bekannten und der Familie über seinen Job und wirkt dementsprechend permanent als Marken-Botschafter – ob nun bewusst oder auch unbewusst.

Um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern und einen Mitarbeiter zum Markenbotschafter zu machen, existieren zahlreiche Mitarbeiterbindungsmaßnahmen, die letztendlich dazu führen, ein Wir-Gefühl zu formen und die Motivation und Loyalität zu erhöhen.

Eine so simple wie auch effektive Maßnahme sind Mitarbeiter- Zusatzleistungen oder auch Benefits, die dem Mitarbeiter zusätzlich zu seinem Brutto-Gehalt geboten werden, und dazu führen, dass ein potentieller neuer Mitarbeiter sich eher für das Unternehmen entscheidet, eine langjährige Fach- oder Führungskraft sich wertgeschätzt fühlt und so langfristig gebunden wird und erhöht insgesamt die Leistungsbereitschaft und Zufriedenheit innerhalb der Belegschaft.
Interessant ist hier, dass zahlreiche mittelständische Unternehmen bereits genau dies tun, sie „hen nur net gwusst wie’s heißt“ und – das ist das Entscheidende- haben es deshalb weder klar und deutlich an Bewerber, noch an bestehende Mitarbeiter kommuniziert.
Im Durchschnitt kennen Arbeitnehmer leider nur ca 2/3 ihres Gesamtvergütungs-Pakets (Brutto-Gehalt + zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers) und damit auch nur einen kleinen Teil der Vorteile, die ihm sein Unternehmen bietet. Diese Wissenslücke gilt es zu schließen!
Neben der transparenten Kommunikation gegenüber der Belegschaft, ist es darüberhinaus ebenso wichtig ein attraktives und – vor allem – flexibles Angebot an Zusatzleistungen zu bieten, welches auf die verschiedensten Bedürfnisse und Wünsche angepasst ist und die Mitarbeiter in ihrer jeweiligen Lebensphase abholt.
Denn, ein zufriedener Mitarbeiter zeigt höhere Leistung, ist seltener krank und fungiert als positiver Markenbotschafter wodurch er dem Unternehmen hilft, dieses Image nach außen zu tragen und somit neue Talente anzuziehen, langfristig zu binden und damit zum Gesamt-Erfolg fühlbar beizutragen.

Auf dass es bald – nicht nur in Schwaben- heißt:
„So machet mir des scho‘ seit Jahrzente. Und mir wisset auch wie’s heißt! – Employer Branding!“

 

   Julius Eiler, Benify


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